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Oboe |
| Martina Buchholz-Suzuki | in Gütersloh |
gehört zur Familie der Holzblasinstrumente. Ihr Name hat sich aus dem
Französischen (Hautbois) entwickelt und bedeutet "hohes Holz". Zum Spielen der Oboe ist ein
Mundstück erforderlich, das Doppelrohrblatt oder Oboenrohr, welches auf die Oboe aufgesteckt
wird. |
Vorläufer der Oboe lassen sich bis ins alte Ägypten (2800 v.Chr.)
und bis in die Antike in Griechenland und Rom zurückverfolgen. Auch in Asien wurden historische
Doppelrohrblattinstrumente gefunden. Die Form der heutigen Oboe hat sich um 1650 aus der
Schalmei entwickelt mit zunächst nur zwei Klappen. In der Musik des Barock besitzt die Oboe
einen hohen Stellenwert. Es wurden sehr viele Konzerte, Sonaten (z.B. von Vivaldi, Händel,
Telemann) für dieses Instrument komponiert und auch in den Orchesterwerken dieser Zeit kommen
den Oboen oft anspruchsvolle Aufgaben zu. Johann Sebastian Bach hat die Oboe auch in der Form
ihrer Nebeninstrumente (s.u.) häufig in den Arien seiner Kantaten und Oratorien als
Solo-Instrument eingesetzt. In der Klassik entwickelten sich neue Formen der
Kammermusikbesetzungen. Solo-Konzerte für Oboe und Orchesterwurden weiterhin komponiert,
aber im Orchester waren die Oboen zunächst als Harmonieinstrumente eingesetzt. Mit der Zeit
jedoch wuchsen die Anforderungen an die Oboe als Orchesterinstrument. |
Die Entwicklung im Oboenbau hatte besonders in Frankreich große
Fortschritte gemacht. Die Anzahl der Klappen wurde ständig vergrößert, um die Grifftechnik
zu erleichtern. Während die Klarinette die Oboe in der Solo-Literatur der Romantik verdrängte,
behaupteten die Oboe und das Englischhorn ihren Platz im Orchester. In den symphonischen Werken
der Romantik und in der Opernliteratur sind der Oboe oft wundervolle Passagen zugeteilt.
In unserem Jahrhundert haben wieder viele Komponisten für die Oboe geschrieben, teilweise
unter Ausnutzung neuer Spieltechniken. |
Zu den gängigen Nebeninstrumenten (bzw. zur Oboenfamilie) zählen die
Oboe d'amore und das Englischhorn. Die Oboe d'amore ist etwas länger als die Oboe und besitzt
einen birnenförmigen Schallbecher. Sie klingt eine kleine Terz tiefer als die Oboe. Der
Schwerpunkt ihrer Literatur liegt im Werk J.S. Bachs. Das Englischhorn klingt eine Quinte
tiefer als die Oboe und hat seinen festen Platz im Sinfonieorchester. Die Noten für diese
Nebeninstrumente sind meist schon transponiert geschrieben, so daß ein Oboist dafür die
gewohnten Griffe verwenden kann, ohne "umzudenken". |
Was ist wichtig für das Erlernen des Instruments?
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Hauptvoraussetzung ist, daß man das Instrument halten und mit seinen
Fingern die Klappen bedienen kann. Klappenabstände sind ähnlich den Lochabständen bei der
Alt-Blockflöte. Aus diesen Gründen wird man kaum vor dem 10. Lebensjahr beginnen können. |
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Gute Voraussetzung (aber kein "Muß") ist eine etwas intensivere
Beschäftigung mit der Blockflöte. Der Start auf der Oboe geht dann vielleicht etwas schneller,
weil der Gebrauch von Fingern und Zunge ähnlich ist.. |
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Andere Voraussetzungen, wie sie in einschlägiger Literatur (z.B.
Ben-Tovim, Boyd: Das richtige Instrument für unser Kind) erwähnt werden über bestimmte
Lippenform, athletischen Körperbau u.s.w. sind Unsinn. Durch das konzentrierte, intensive
Atmen und den Luftdruck (der nicht in den Kopf geht, wie oft irrtümlich angenommen)
kann sogar asthmatischen Krankheiten vorgebeugt oder abgeholfen werden. |
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Regelmäßiges (nicht unbedingt langes) Üben ist auch eine Voraussetzung
zum Erlernen der Oboe. Um einen schönen Oboenton erzeugen zu können, muß die Lippenmuskulatur
gekräftigt werden. Und das ist nur möglich, wenn man (fast) jeden Tag etwas trainiert.
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Etwas handwerkliches Geschick und Geduld können einem Oboisten von
großem Nutzen sein. Wenn auch nicht gleich am Anfang, so ist es auf jeden Fall später
vorteilhaft, wenn man sich in der komplizierten Mechanik der Oboe etwas auskennt, und wenn
man sich die Mundstücke, die ja Verschleißteile sind, für sich überarbeiten oder sogar selber
bauen kann. |
Welche Kosten kommen eventuell auf Sie zu:
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Gute fabrikneue sogenannte Schüleroboen kosten zwischen 2.000 € und
2.500 €. Es gibt jedoch oft Gelegenheit gebrauchte Instrumente zu günstigeren Preisen zu
erwerben. |
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Für den Anfang empfiehlt es sich, ein Instrument der Musikschule
auszuleihen. Im Gegensatz zu Streichinstrumenten gibt es bei den neuen "Profi"-Oboen eine
preisliche Obergrenze von zur Zeit etwa 4.600 €, wohlgemerkt von neuen, professionell genutzten
Instrumenten. |
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In der Regel wird dieses Instrument im Einzel- oder 2er-Gruppenunterricht erlernt.
Die Unterrichtskosten entnehmen Sie bitte der Schulgeldordnung. |