Streicher
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Der Fachbereich Streicher
Leiterin: Barbara Raffel-Westermann




Alle Streicherlehrkräfte


Mendelssohnkonzert
2009, im Mendelssohnjahr in der Musikschule zu hören:
Streicherlehrkräfte spielten Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy

vlnr.: Sotirios Zisopoulos, Beate Corßen, Gregor van den Boom, Michael Corßen, Pia Krussig-Gaulke, Wiebke Corßen, Ernst Westermann, Gesine Blomberg-Laurenz und Barbara Raffel-Westermann
- auch dabei, aber nicht auf dem Foto: Katja Köhn (Klavier)
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Im Fachbereich Streicher unterrichten zur Zeit:

Gesine Blomberg-Laurenz Violine, Viola, Kinderorchester
Beate Corßen Violine, Viola, Streicherspielkreis, Streicherklassen
Michael Corßen Violoncello, Streicherklassen, Sinfonieorchester, Streichorchester
Bruno Jakobfeuerborn Kontrabass, E-Bass
Pia Krussig Violine, Viola, Streicherspielkreis
Barbara Raffel-Westermann Violoncello, KM
Dimitrij Samaschkin-Lang Violine, Streicherklassen
Marion Scheuer Violine
Gregor van den Boom Violine, KM, Streicherklassen
Eva-Maria Weese Violine
Ernst Westermann Violoncello


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Zu zweit machts Spaß: Aaron und Barbara Westermann spielen zusammen. Da kann man auch mal ein bisschen Quatsch machen, ohne Bogen spielen und einfach an den Seiten zupfen, zum Beispiel. Obwohl Aaron erst vier Cellostunden hatte, spielt er schon ganz toll. FOTO: MÖNKS
Verstimmter Kuckuck
Aaron hat sich etwas ganz Besonderes vorgenommen: Er lernt Cello in der Musikschule Gütersloh.
- VON ANNA MÖNKS, NEUE WESTFÄLISCHE

Laut ist es in der Musikschule! In allen Zimmern wird Fleißig gearbeitet. Rechts höre ich eine Gruppe von Flöten. Hohe, tiefe und mittlere. Aus dem Raum links schallen Klavierklänge. Dann komme ich an eine Tür, an der ein kleines Cello aus Pappe hängt.
     Hier bin ich richtig, denn hier werde ich Aaron treffen. Barbara Westermann, seine Cellolehrerin, stellt gerade einen kleinen Stuhl auf. Und da kommt schon Aaron ins Zimmer marschiert. Er ist sieben Jahre alt und hat heute seine vierte Cellostunde. Zuerst packt er sein Instrument aus. Das ist ein ganzes Stück kleiner als das seiner Lehrerin. Es ist ein Viertelcello. Das heißt nicht so, weil ein Stück fehlt, sondern weil alles ein bisschen kleiner gebaut wurde, extra für kleine Leute. "Gib mir mal dein Cello, damit ich es stimmen kann", sagt Barbara Westermann. Stimmen? Was ist das denn? Sie zupft an den vier Saiten, nacheinander und gleichzeitig, und hört, ob die auch untereinander richtig zusammen passen. Sonst würde es ziemlich scheußlich klingen, wenn Aaron darauf spielt.
     Jetzt setzt sich der junge Musiker hin und klemmt das Cello zwischen die Beine. Dazu nimmt er den Bogen, mit dem streicht er über die Saiten. Er spielt ein kleines Lied und singt dazu: "Liebe Rachel, hör mal an, was ich auf dem Cello kann!" Das war seine Hausaufgabe von der letzten Stunde. "Jetzt hast du gespielt: Liebes Griffbrett schau mal an, wie ich auf dir sägen kann", sagt seine Lehrerin und schmunzelt. Der Bogen war etwas zu hoch gerutscht. So viel muss man beachten. Also nochmal. "Aaron, das war astrein, klasse", lobt Barbara Westermann diesmal.
    Aaron blättert um. "Auf welcher Saite geht denn das los?" fragt seine Lehrerin. Aaron überlegt kurz: "Gans!" ruft er. Gans? Wie kompliziert: Stimmen, Bogen, ein Viertelcello, und jetzt auch noch Tiere? Ach so, es ist eine Eselsbrücke. Ein Cello hat vier Saiten. Die höchste heißt a-Saite, weil ein a erklingt, wenn man sie streicht. Die nächst tiefere heißt d-Saite, dann kommt die g-Saite und die tiefste ist die c-Saite. Das kann sich doch wirklich niemand merken. Darum gibt es die Eselsbrücken Affe, Dackel, Gans und Cäsar, der Löwe, der so tief und laut brüllen kann. Schon verstanden.
    Bislang hat Aaron auf leeren Saiten gespielt, ohne die Finger aufzusetzen. Geht auch, wird aber auf Dauer langweilig. Darum lernt er jetzt, mit Fingern zu spielen. Wieder so was Kompliziertes. Cellisten können nicht zählen, sie behaupten doch tatsächlich; vier Finger zu haben. Aber das kommt daher, dass sie nur mit vier Fingern spielen. Aaron fängt mit dem dritten Finger an, das ist der Ringfinger. Wenn er den auf der richtigen Stelle der Saite aufsetzt, kann er damit "Kuckuck" spielen. "Hm, der Kuckuck ist noch etwas verstimmt, was?", meint Barbara Westermann. Nochmal, den Finger verrutschen, ein bisschen nur, schon klingt der Kuckuck so, wie er klingen muss.
    Das ist nicht so einfach, wie es bei den Profis immer aussieht. Aaron schüttelt die Hand aus und bemerkt: "Da kriegt man ja Abdrücke am Finger." Da, wo der Finger die Saite runtergedrückt hat, ist jetzt eine Kerbe. "Abdruck ist gut, da bekommt man mit der Zeit eine Hornhaut und dann geht es schon viel besser", beruhigt ihn seine Lehrerin. Jetzt kann Aaron einpacken, die Stunde ist um. Gut hat er das gemacht!



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